Vom Finanzamt zum kreativAmt

Der mitten im Herzen Gladbecks gelegene Jovyplatz wurde nach dem ersten Oberbürgermeister Dr. Michael Jovy benannt, in dessen Amtszeit (1918 bis 1931) die den Platz säumenden Behördengebäude und Wohnhäuser erbaut wurden. Zusammen mit dem Amtsgericht und dem Polizeiamt gehört das 1923 fertig gestellte Gebäude des ehemaligen Finanzamtes zum historisch bedeutsamen Gebäudeensemble am Jovyplatz.

Bis ins Jahr 2007 wurde das seit 1985 unter (Außen-)Denkmalschutz stehende Finanzamt als solches genutzt, bevor die Fusion mit dem Finanzamt Marl und die damit verbundene Schließung des Standortes in Gladbeck durch den damaligen Finanzminister Linssen verfügt wurde. Seitdem plante der Bau und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB.NRW) in Kooperation mit der Stadt Gladbeck eine Nachfolgenutzung.

Raum für gute Ideen

Als Hauptnutzflächen stehen ca. 141 Büros und Sonderräume unterschiedlicher Größe mit insgesamt 2.594 Quadratmetern im sowie zahlreiche Parkflächen hinter dem Gebäude zur Verfügung.

Im Jahr 2010 beschlossen die Gesellschafter des Agenturverbundes mediaPolis für ihre Unternehmen einen gemeinsamen Standort im nördlichen Ruhrgebiet zu suchen. Schließlich fand man mit Hilfe der Wirtschaftsförderung Gladbeck mit dem ehemaligen Finanzamt einen Standort, der alle Voraussetzungen erfüllt, die man für die Gründung eines regionalen "kreativen Hotspots" benötigt:

  • eine ideale verkehrstechnische Anbindung ins Ruhrgebiet und Münsterland
  • ein repräsentatives Umfeld für Kundenbesuche in einer historisch bedeutsamen Immobilie
  • optimale Erweiterungsmöglichkeiten durch ein flexibel erweiterbares Raumkonzept
  • eine gute technische Infrastruktur

In Anlehnung an die historische Nutzung wurde das Gebäude von den seit Mai 2012 eingezogenen Mietern fortan kreativAmt mediaPolis genannt.
Seither unterstützen die Partner des Agenturverbundes mediaPolis den BLB.NRW und die Stadt Gladbeck bei der Suche nach neuen Mietern, die sich mit dem Konzept des kreativAmts identifizieren können und die Synergien und Möglichkeiten des neu entstandenen kreativen Hotspots gemeinsam mit den mediaPoliten nutzen wollen.